Hayford Amedji-dela Anyidoho

Washington, D.C., 12. März 2025 – Die US-Regierung setzt ihren radikalen Kurs gegen Bundesbehörden fort. Dieses Mal trifft es das Bildungsministerium, das nahezu um die Hälfte seiner Belegschaft verkleinert wird. Die Maßnahme wirft Fragen über die Zukunft der Behörde auf.
Laut einer offiziellen Mitteilung des Ministeriums werden rund 50 Prozent der Mitarbeiter entlassen. Die Entscheidung sei Teil der laufenden Umstrukturierung, die das Bildungsministerium in seiner jetzigen Form infrage stellt. Bereits am Dienstagabend wurden alle Mitarbeiter über die vorübergehende Schließung der Büros bis Mittwoch informiert.
US-Präsident Donald Trump hatte das Bildungsministerium schon lange als ineffizient und überflüssig kritisiert. Er bezeichnete die Behörde als „großen Betrug“ und sieht die drastische Verkleinerung als notwendigen Schritt. Unterstützung erhält er dabei von seinem neuen Effizienz-Beauftragten, Tech-Milliardär Elon Musk, der Bundesangestellte wiederholt als „Marxisten“ und „Amerika-Hasser“ bezeichnet hat.
Bei Trumps Amtsantritt im Jahr 2025 beschäftigte das Ministerium etwa 4.100 Mitarbeiter. In den vergangenen Wochen entschieden sich bereits 600 Beschäftigte für einen vorzeitigen Ruhestand. Weitere 1.300 Angestellte werden ab dem 21. März in den Verwaltungsurlaub geschickt, erhalten jedoch bis Juni weiterhin ihr Gehalt.
Ein Schritt zur Abschaffung des Ministeriums?
Die jüngsten Entwicklungen nähren Spekulationen darüber, ob die Regierung das Bildungsministerium langfristig komplett abschaffen will. Kritiker warnen vor negativen Folgen für das öffentliche Bildungssystem und den Zugang zu Bildungsförderung. Befürworter hingegen begrüßen den Abbau als überfällige Reform einer angeblich ineffizienten Behörde.
Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Schritte die Regierung in ihrer Neustrukturierung des Bildungssektors plant und wie sich der drastische Stellenabbau auf die Bildungslandschaft in den USA auswirken wird.
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