Bundeshaushalt 2024 endlich vor Ende des Jahres 2023 geklärt, doch Industrie sieht schwierige Zeiten entgegen

Hayford Amedji-dela Anyidoho

Die jüngste Einigung der Ampelkoalition zum Bundeshaushalt 2024 zeichnet ein Bild strenger Sparmaßnahmen für alle Beteiligten.

Unternehmen und Konsumenten stehen vor steigenden Kosten, was die bereits angespannte konjunkturelle Lage weiter erschwert.

Insbesondere die zusätzlichen Belastungen im Energiebereich stellen eine erhebliche Herausforderung für die Wirtschaft dar.

Lösung für den Bundeshaushalt 2024 – eine Last für Wirtschaft und Verbraucher
Obwohl die Einigung zum Bundeshaushalt 2024 eine lang erwartete Lösung darstellt, bringt sie ein striktes Sparpaket mit sich.

Von erhöhten Ausgaben und Steuereinnahmen bis hin zu Konjunkturbremsen in einer ohnehin schon prekären Wirtschaftslage – die Auswirkungen sind weitreichend.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) betont, dass dies kein Grund zum Feiern für die Industrie ist.

Energiepreisanstieg als Herausforderung für die Wettbewerbsfähigkeit


Die geplanten Zusatzbelastungen im Energiebereich, wie die Erhöhung des CO2-Preises und das Wegfallen von Entlastungen bei den Netzentgelten, führen zu weiter steigenden Energiekosten.

Diese Entwicklung könnte die globale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen beeinträchtigen.

Auch die geplante Kerosinsteuer auf Inlandsflüge würde die Standortkosten erhöhen und könnte negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben.

Verzögerungen im Hochlauf der Elektromobilität durch Ende der Kaufprämien


Die geplante Erhöhung der CO2-Kosten zusätzlich zur Maut scheint nicht den erwünschten Anreiz für den Umstieg auf Elektromobilität zu bieten.

Vor allem fehlt es an einer adäquaten Ladeinfrastruktur für Lkw. Das vorzeitige Ende der Kaufprämien für Elektroautos könnte den Übergang zur Elektromobilität zusätzlich verzögern.

Klima- und Transformationsprogramme bieten Planungssicherheit


Ein Lichtblick ist die Finanzierung der Generalsanierung der Schieneninfrastruktur und der Fortführung wichtiger Programme im Rahmen des Klima- und Transformationspfades.

Dies gibt Unternehmen, die in die Transformation investieren, eine gewisse Planungs- und Rechtssicherheit.

Es ist nun an der Bundesregierung, das Wachstumschancengesetz durchzusetzen und frische Investitionsanreize zu schaffen.

Quellen:

https://bdi.eu/artikel/news/einigung-zum-bundeshaushalt-2024-ein-tag-zum-jubeln-ist-es-fuer-die-industrie-sicher-nicht

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/haushalt-2024-die-ziele-bleiben-das-geld-wird-weniger,TyJfFOn

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