Schwierige Sprachen

Was macht eine Sprache schwierig? Laut Prof. Martin Haspelmath sind es meist die Sprachen, die mit der eigenen Muttersprache wenig verwandt sind, so der SWR – für Deutsche wären das zum Beispiel Finnisch oder Georgisch. Generell gebe es aber viele Merkmale, die eine Sprache schwierig machen, unabhängig davon, wer sie erlernt. Das kann an einer komplizierten Grammatik, einem schwierigen Vokabular oder feinen Differenzierungen liegen. Im Chinesischen hängt die Bedeutung eines Wortes von der Melodie ab. Im Japanischen müssen viele Höflichkeitsformen berücksichtigt werden. Diese Faktoren kennzeichnen Burashaski (gesprochen im Norden Pakistans, ca. 100.000 Sprecher) als komplexeste Sprache, danach folgt Copainalá Zoque, eine indigene Sprache in Mexiko, und an dritter Stelle Khoekhoe, eine Sprache aus der Grenzregion Namibia/Botswana. Komplexität und Schwierigkeitsgrad hängen jedoch nicht immer zusammen, heißt es. Spanisch sei sehr komplex, jedoch vergleichsweise leicht zu lernen, weil es sehr regelmäßig ist.

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